:06:08:03: mac mini ganz groß!

ich habe einen der ersten mac mini mit intel prozessor “übrig” gehabt, den ich als heimserver einrichten wollte. aus verschiedenen gründen, die ich in einem anderen posting erkläre, habe ich mich gegen die einrichtung von mac os x server entschieden. da ich bootcamp bislang nie selbst angewandt habe, wollte ich es benutzen, um einen windows server auf der mac mini hardware zu installieren.

da der mac mini schon einige jahre auf dem buckel hat (version 1,1 early 2006) und auch die hardware nicht mehr ganz taufrisch ist, verlief die installation nicht ganz geradlinig. ich packe das ganze in ein blogpost, damit andere evtl. daraus lernen können.

der initiale plan war, eine aktuelle version von windows server zu installieren. nun ist der early 2006 mini mit seinem intel core duo prozessor nicht in der lage, 64bit code auszuführen! damit fallen also die varianten weg, die nur noch als 64bit versionen hergestellt werden: win2008 r2 und natürlich auch win2012/server8. die letzte, auf diesem mini nutzbare 32bit servervariante ist demnach windows server 2008 r1.

ein weiteres manko ist dass der mini an einem schicksal leidet, dass viele seiner zeitgenossen teilen: superdrive-arthrose! das optische laufwerk des 06’ers liest zwar noch cd’s, erkennt aber keine dvd’s. das macht die installation von windows zu einer herausforderung.

die letzte hürde besteht darin, dass apple’s bootamp die installation der servervarianten von windows nicht unterstützt. xp, vista, 7: alles o.k., aber bitte kein 2003 oder 2008.

schluss mit dem geplänkel, auf zur installation!

auf dem mac ist bereits ein mac os x snow leopard mit den letzten verfügbaren systemaktualisierungen installiert. dieses soll erhalten bleiben (remineszenz an bessere zeiten? :-). der erste schritt besteht nun also darin, die interne Festplatte (120gb) aufzuteilen, sodass sie neben der mac os partition auch eine windows partition enthält. dazu kann man eine reihe von programmen verwenden, aber der mac bringt für unseren fall ein ideales werkzeug bereits mit: den bootcamp assistenten unter “programme -> dienstprogramme -> boot camp-assistent“. der assistent erlaubt es, die hfs-partition des mac einmal zu teilen, also insgesamt eine hfs. und eine windows-partition anzulegen. (dieses verhalten ist konform zu der tatsache, dass bootcamp originär nur die installation eines fremdsystems erlaubt). die erstellung der windows-partition geht flott vonstatten: eine 40 gb-partition innerhalb des 120 gb volumes anzulegen dauert keine 5 minuten.

der bootcamp-assistent würde bei der installation eines unterstützten betriebssystems nun die installation mit einem reboot vom supedrive laufwerk fortsetzen. da das defekte superdrive die installations-dvd nicht lesen kann, soll das iso auf einen memorystick geschrieben werden.

im netz kursieren verschiedene varianten, ein iso bootfähig auf einen usb-stick zu bringen. Ich habe zwei davon ausprobiert: die variante über das windows bordwerkzeug “diskpart” (anleitung z.b. hier), sowie über die tools yumi oder xboot. alle diese varianten haben in meinem Fall nicht funktioniert. das beste ergebnis war  noch ein schwarzer schirm und “boot file not found”!

ein anderes medium muss her: von einem netbook habe ich noch ein externes optisches laufwerk mit usb-anschluss. der mac bootet auch tatsächlich davon: im netz ist immer wieder davon zu lesen, dass ältere laufwerke nicht unterstützt würden. Nach dem start des win2008 installers und der auswahl von sprache und tastaturbelegung dann der Rükschlag: der installer beklagt sich, dass ihm für ein dvd.drive keine passenden treiber vorliegen und man doch bitte die richtigen treiber nachladen soll.

das problem ist bekannt – nicht nur im falle von bootcamp-installationen, sondern insbesondere bei “nativen” windows-rechnern. ursache dafür ist in letzter konsequenz eine “selbsfindungskrise” von windows: der installer findet die installationsdateien nach dem initialen start nicht mehr! folgende lösungsansätze finden sich:

  • das (gebrannte) image der installations-dvd ist defekt. hier scheint in einigen fällen tatsächlich ein neu-brennen der dvd (evtl. kombiniert mit einem re-download des iso-images) geholfen zu haben. da es sich um meine dvd um ein originalmedium (“genuine”) handelt, hatte ich dabei wenig hoffnung. aber dennoch: hab’ ich gemacht – hat nicht geholfen.
  • das dvd-laufwerk soll statt auf ide-master auf ide-slave gejumpert werden (geht hier nicht, wegen usb.
  • Das usb-kabel des laufwerks soll nach der auswahl der tastaturbelegung abgezogen und dann wieder aufgesteckt zu werden. dies soll dazu führen, dass der installer das laufwerk reinitialisiert und dadurch im nächsten Schritt findet.
  • zusätzliches kopieren der installationsfiles auf einen memory stick – sinnlos.

kurz gesagt hat bei meinem mini nix geholfen: das medium wurde nicht mehr erkannt und geholfen hätte letzten endes wohl nur, das superdrive-laufwerk zu ersetzen.

win 2003 r2

 

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